Die kleinen Alberts sind die Nachwuchsforscher der Zukunft

Der Wettbewerb „Jugend forscht in der Technik“ von Wirtschaftskammer Tirol und dem Förderverein Technik bringt jedes Jahr bei den teilnehmenden Schülern den Einstein ins Rollen. Die kleinen Alberts sind die Nachwuchsforscher der Zukunft und mit vollem Eifer bei der Sache, wenn es darum geht, ihr eigenes Können und ihr Wissen rund um die Bereiche Technik, Informatik/Mathematik, Umwelttechnik/Energie und Chemie/Physik zu entdecken und mit viel Freude einzusetzen. Mit welcher Begeisterung die jungen Forscher an ihre Experimente herangehen und voller Stolz die Ergebnisse vorstellten, konnte das interessierte Publikum bei der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs am 17. Mai, im Haus Marie Swarovski, in Wattens erleben.

 

Die Siegerprojekte:

 

Kategorie Volksschulen:

Das Thema „Lumineszenz“ hat die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Brixlegg mit angeschlossenen Sonderschulklassen bewegt. Damit gingen Sie als Sieger ihrer Kategorie hervor. Sie sind dem Phänomen nach Art der Energiequelle auf den Grund gegangen und haben Versuche in den Bereichen Biolumineszenz, Chemielumineszenz und Thermo- bzw. Elektrolumineszenz gemacht. Dabei brachten sie ein Öl-Curry-Gemisch durch Bestrahlung mit UV-Licht ebenso zum Leuchten wie einen Geldschein. Durch Tropfen eines Luminol-Wasserstoff-Gemischs leuchteten Kastanienblätterstängel, Radieschen und sogar ein blutiger Verband in einer selbst gebastelten Dunkelkammer. Bei allen ihren präsentierten lumineszierenden Dingen haben die Kinder untersucht, was wann und wie leuchtet und die Ergebnisse ausführlich erklärt.


Auf dem zweiten Platz landete die Volksschule Stanz mit ihrem Projekt „Die magnetischen 16“, wobei der magnetische Schleim der sich um eine Metallkugel formte ein besonderes Highlight war. Der dritte Platz ging an die Volksschule Reichenau und ihre Forscherstraße unter anderem mit gigantischen Riesenseifenblasen. 

 

Kategorie Schulklassen:

Eine echte Innovation ist dem 16-köpfigen Team der PTS Schwaz gelungen. Mit ihrem Projekt „Schulzentrum Schwaz goes Elektro“ konnten sie nicht nur die Jury restlos überzeugen, sondern sorgten auch für eine Besucherattraktion. Ein halbes Jahr intensive Arbeit steckte in dem Gesamtkonzept „E-Bike4u“: Vom selbstgebauten magnetgesteuerten Motor für ein E-Bike, dessen Akku als Trinkflasche „getarnt“ abnehmbar ist und in einer smarten Box aufgeladen wird, bis zu einem Bluetooth-gesteuerten Fahrradschloss, das sich per Code öffnen lässt, haben sie auch an Sicherheits-Checks und coole Details, wie Fahrradhelme mit Licht, gedacht und den verdienten Sieg geholt. Dank vier Akkus für zwei voll ausgestattete E-Bikes läuft der Verleihbetrieb an der PTS Schwaz bereits und soll auf weitere Schulen ausgebaut werden. 


Der zweite Platz ging an die NMS Gabelsberger. Unter dem Namen „Ein Polymer hat’s gar nicht schwer…“ mischten die Schüler Erkältungssalbe, Sunblocker und duftende Handcreme mit Lavendel und Rosmarin – alles vegan und biologisch - und wiesen auf den Schutz der Umwelt hin, anstelle von Verwendung von schädlichem Mikroplastik. Auf dem dritten Platz landete die PTS Brixlegg, die mit ihrem Projekt „Kompakt verpackt“ auf Alternativen hinwiesen, anstelle von übertrieben großen Verpackungen unserer Lebensmittel und Gebrauchsgegenständen.

 

Kategorie Kleingruppen:

Was hinter dem Begriff Internet der Dinge steckt, wollten die beiden Tüftler des BG BRG Kufstein genau wissen und holten sich mit ihrem Roboter-Projekt „Firlefranz“ den Sieg in der Kategorie Kleingruppen. Ohne vorher jemals programmiert zu haben gingen Yannic und Jan Schritt für Schritt vor und zerlegten ihre große Aufgabe in mehrere kleine. Als Basis für den Roboter diente eine Platine - die Programmierung verbindet die Bauteile miteinander, sodass der fertige Roboter mittels eines Codes auf der Website über WiFi gesteuert werden kann. Klingt kompliziert, sieht aber im Echtbetrieb wie geschmiert aus, wenn „Firlefranz“ mit seinen großen Gummirädern, auch von weiter Entfernung gesteuert, problemlos Hindernissen ausstellt und zudem Bilder seiner Umgebung sendet.


Ein brandaktuelles Thema ging die NMS Clemens Holzmeister Landeck an und untersuchte die regenerativen Energiequellen Wasser, Wind, Sonne, Geo-Thermie und Bio-Gas am Beispiel ihrer Stadt Landeck mit anschließenden Handlungsempfehlungen und landete damit auf Platz 2. Der dritte Platz ging an die Konstrukteure des BG BRG Kufstein, die in ihrem originellen Getränkeautomaten nicht nur sehr viel Herzblut investierten, sondern damit auch Durstige geschmacklich beeindruckten.  

 

Der Förderverein Technik Tirol gratuliert allen teilnehmenden Teams zu solch spannenden Projekten und freut sich bereits jetzt auf JUFOTECH 2019.

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